Grotesker Mord an einer Autorengattin ruft Ermittler aufs Programm

Im Herbst letzten Jahres fiel die Präsenz-Version der Frankfurter Buchmesse leider ins Wasser und so habe ich mich online ins Getümmel gestürzt. Einer der Autoren, die dort interviewt wurden, war Max Seeck, dessen Buchvorstellung mich sofort angesprochen hat. Es kam also auf meine „must have“-Liste. Da ich ja eine Thriller-Flatrate gewonnen habe, war ich besonders begeistert, dass „Hexenjäger“ als einer von drei Thrillern ins Haus geschwebt kam.

Als der Bestseller-Autor Roger Koponen auf Dienstreise ist, wird seine Frau tot in der gemeinsamen Millionenvilla aufgefunden. Sie wurde nicht nur ermordet, sondern auf besonders groteske Art am Tisch positioniert. Was hat das zu bedeuten? Schnell kommt ein belesener Ermittler darauf, dass eventuell ein Mord aus dem fiktiven Thriller Koponens nachgestellt worden sein könnte, zumal die Leiche in ein edles Abendkleid gehüllt ist und dieses Szenario genau zu dem im Buch passt. Das Problem: in der Trilogie werden noch diverse weitere Menschen umgebracht. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Kann er noch gewonnen werden?

Hexenjäger ist ein sehr spannend geschriebener Thriller. Ein luxuriöser Wohnort wird zum Ort des Grauens. Kriminalhauptkommissarin Jessica Niemi ist ein sympathischer Charakter, ihre Lebensgeschichte wird in einer Rückblende erzählt und man möchte gern mehr über sie erfahren. Die Übersetzung ist sehr gelungen, das Buch lässt sich sprachlich sehr gut lesen. Da alles andere nur spoilern würde, fasse ich mich kurz: von mir gibt es hierfür eine absolute Leseempfehlung!

Max Seeck: Hexenjäger, Lübbe-Verlag, ISBN 978-3-7857-2712-6, 443 S., Übersetzung aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara

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